Aktuelle Fachbeiträge

Neben meiner praktischen Arbeit in Coaching, Supervision und TA-Ausbildung beschäftige ich mich kontinuierlich mit Fragen aus der klinischen und organisationalen Praxis.
Die folgenden Beiträge entstanden im Kontext der DGTA sowie der Zeitschrift für Transaktionsanalyse.

Salutogene Führungsarbeit als Ansatz zur Burnout-Prävention

ZTA 2/2026

Burnout in Führungskontexten wird häufig als individuelles Versagen behandelt, dabei ist es in vielen Fällen das Ergebnis anhaltender organisationaler Kohärenzstörungen. Dieser Artikel entwickelt ein kohärenzorientiertes Führungsmodell auf Grundlage der Salutogenese (Antonovsky) und der Transaktionsanalyse. Im Zentrum stehen fünf Kernbereiche: Achtsamkeit, Resonanz, Sinnstiftung, Ressourcenorientierung sowie Partizipation und Autonomie. Das Modell verbindet psychologische, organisationale und relationale Perspektiven auf Führung und Burnout.

Gnirke, K. (2026). Salutogene Führungsarbeit als Ansatz zur Burnout-Prävention. Ein kohärenzorientiertes Modell relationaler Führung auf Grundlage der Transaktionsanalyse. Zeitschrift für Transaktionsanalyse, 43(2).

Link zur ZTA


Zwischen Schutz und Resonanz: Grenzen in Führung und Beziehung

DGTA-Kongress 2026

Wer von Grenzen spricht, denkt häufig zuerst an Mauern — an das, was schützt, indem es trennt. Dieser Beitrag entwickelt ein differenziertes Vier-Ebenen-Modell, in dem die Grenze nicht als Trennlinie, sondern als regulative Struktur verstanden wird: als das, was Beziehung überhaupt erst möglich macht. Die vier Ebenen - körperliche Grenze, Kontakt- und Beziehungsgrenze, Selbstkohärenzgrenze und psychologisch-narrative Grenze - eröffnen Führungskräften, Coaches und Berater:innen ein Konzept zur Analyse von Rollengrenzen und Beziehungsdynamiken im professionellen Kontext.

Download PDF


Die 'angstfreie Organisation': Psychologische Sicherheit im TA-Kontext

DGTA-Kongress 2022

Psychologische Sicherheit — nach Amy Edmondson der wichtigste Einzelfaktor für Teameffektivität — lässt sich transaktionsanalytisch präzise beschreiben und entwickeln. Dieser Workshop-Beitrag zeigt, wie eine Kultur der Angst auf individueller und organisationaler Ebene entsteht, welche TA-Konzepte (passives Verhalten, Discounting, Skriptglaubenssätze) das Schweigen in Organisationen erklären, und wie Führungskräfte eine sichere Basis für offene Begegnung schaffen können.

Download PDF


Verlust und Trauer in der Personalführung

DGTA-Kongress 2021

Trauer gehört zum beruflichen Leben und wird in Organisationen systematisch ausgeblendet. Dieser Vortrag untersucht, wie individuelle und kollektive Verlusterfahrungen im Führungskontext entstehen, welche Konsequenzen ungelöste Trauer für Motivation, Bindung und Leistungsfähigkeit hat, und was eine mutige Führungshaltung in Verlust- und Übergangsphasen ausmacht. Theoretische Grundlage bilden transaktionsanalytische Konzepte — insbesondere Rackets, Ich-Ausschluss und Skript — in Verbindung mit bindungstheoretischen Ansätzen (Bowlby, Kohlrieser) und dem Dualen Prozessmodell der Trauer (Stroebe & Schut, 1999).

Download PDF


The Racket System: From Awareness to Transformation

TEW Teaching Session 2025

Eine Lehreinheit im Rahmen des Transactional Analysis European Workshops (TEW), gehalten auf Englisch für ein internationales Fachpublikum. Im Zentrum steht das Racket-System nach Erskine & Zalcman (1979) als Modell zur Analyse skriptgebundener emotionaler Muster — von der Erkennung rackethafter Displays über die Verbindung zu Skriptentscheidungen bis hin zu Interventionen, die echte emotionale Autonomie fördern. Die Lehreinheit verbindet theoretische Fundierung mit klinischer Fallarbeit und peer-basierter Übungspraxis.

Download PDF